Wie wir Hütte und Wege instand halten

Jedes Jahr finden Arbeitseinsätze rund um die Elberfelder Hütte durch Ehrenamtliche der Sektion Wuppertal und der Patensektionen Gelsenkirchen, Recklinghausen und Rhein-Sieg statt. Die Kosten für diese Einsätze werden von der Sektion Wuppertal getragen, natürlich gestützt durch Beihilfen das DAV-Hauptverbandes, aber auch durch das Land Kärnten. Der Bericht über den Einsatz im Juli 2022 gibt ein wenig Einblick in das, was dort alles getan werden muss, damit WanderInnen sicher zur Hütte kommen und dort gut untergebracht werden.

Arbeitseinsatz vom 04. bis 08.07.2022

Drei Helferinnen und Helfer von der Sektion Rhein-Sieg reisten bereits am Sonntag mit einer schweren Gedenktafel im Gepäck an, wir anderen fünf Helfer aus Recklinghausen und Wuppertal kamen montags mit Werkzeug und Material dazu. Organisiert war die gemeinschaftliche Hin- und Rückfahrt für uns fünf durch Alfons von der Sektion Gelsenkirchen, der dann selbst nicht mitkommen konnte und zudem wurde seinem Sektionskameraden kurzfristig der Urlaub gestrichen.

Der Weg Richtung Langtalseen und Hornscharte wurde umgelegt und zwei Brückenpodeste aus massiven Felsbrocken vorbereitet (Bild 1). Mit vorhandenem Bauholz haben Rainer und Klaus die beachtliche Brücke ohne vorgegebenen Plan konstruiert und gebaut (Bilder 2-5). Die Brücke wurde wegen ausbleibendem Flugwetter erst nach unserer Abreise vom Hüttenwirt Lucas Zipper durch Hubschraubertransport an die richtige Stelle (Bild 6) gelegt und befestigt.

Die Kühlung im Vorratskeller war schon letztes Jahr ein Problem, Andreas hat die Kühlschlange durch stundenlanges Löten instandgesetzt.

Andreas war auch maßgeblich an der Wärmeabluft und Zuluft über die Bierkühlanlage im Vorratskeller beteiligt, um die Temperatur im Raum zu senken, was unter Mithilfe von Martin messbar gelungen ist. Daneben wurde die Stromverteilung in Vorratskeller und Winterraum geprüft und teils erneuert.

Ein ebenfalls schon länger schwelendes Problem gab es beim Trinkwasser durch Versandung und Ausfall der UV-Bestrahlungsanlage. Unter fachlicher Leitung von Christoph wurde tagelang Kies in unterschiedlicher Körnung gesammelt und gereinigt und am Ende für die Trinkwasserfassung fachgerecht in ein Drainagebett gelegt und der Einlass mit Sieb versehen.

Danach konnte die Trinkwasserfeinfilterung in der Hütte besser arbeiten und die UV-Bestrahlung in Betrieb genommen werden. Zur weiteren Verbesserung soll im nächsten Jahr ein Ruhebecken eingebaut werden, damit sich die Sedimente absetzen können. Die Erdarbeiten für das Trinkwasserruhebecken wurden durch den vorhandenen Schreitbagger durchgeführt und von uns entsprechend vorbereitet bzw. hinterher eine Einzäunung gesetzt.

Ach ja, auch Lackierarbeiten an den Fensterläden und Erneuerung von Silikonfugen fanden parallel durch Katrin, Peter und Klaus statt.

Die Materialbeschaffungen liefen hervorragend durch den Hüttenwirt, die unterschiedlichen handwerklichen Geschicke und Fachkenntnisse der Mitwirkenden führten dazu, dass sehr viel technisch verbessert wurde. Hier erwiesen sich unsere Neuzugänge Christoph aus Recklinghausen und Andreas aus Wuppertal als echte Experten mit vorzeigbaren Ergebnissen.

Neben unserem Einsatz wurde die neue Abwasserreinigungsanlage durch mehrere Firmen gebaut. Die Finanzierung dieser Anlage wurde durch den Niederländischen Kletter- und Bergsportverein (NKBV) durch eine großzügige Spende unterstützt. Unseren Dank dafür haben wir auf einer Tafel im Obergeschoss bei den Lagern angebracht. Schon 2019 gab es eine solche Spende für das Wasserkraftwerk. Wir können da nur sagen: Herzlichen Dank NKBV! Heel erg bedankt NKBV!

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